Malermeister ueberstreicht bunte Wandfarbe mit Walzenbuerste

Effektive Tipps, wie man Wände weiss streicht

Viele Menschen glauben, dass der weisse Anstrich nicht so kompliziert sein kann…

Weisseln – Ratschläge vom Profi

Viele Menschen glauben, dass der weisse Anstrich nicht so kompliziert sein kann. Allerdings erfordert gerade weisse Farbe einen sorgfältigen, streifenfreien und ebenmässigen Anstrich. Andernfalls sieht das Endergebnis uneben oder verfärbt aus. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie weisse Wandfarbe am sinnvollsten aufgetragen wird und wie man Unebenheiten vermeidet.

Vorbereitung und qualitative Farbe ist enorm wichtig

Das Auftragen von Farbe auf die Wände erfordert grosse Sorgfalt und Vorbereitung. Alle kleinen Fehler oder Dellen in der Textur oder Farbe der Wand werden bei gestrichenen Wänden immer noch durchscheinen. Lose Kanten der Tapete oder alte Farbe müssen vor dem Streichen entfernt werden – sonst werden diese Unebenheiten im Endergebnis deutlich sichtbar. Kaufen Sie am sinnvollsten hochwertige Wandfarbe, die eine hohe Deckkraft hat. Berechnen Sie vor dem Erwerb der Farbe die erforderliche Menge und fügen Sie am besten 20 % mehr hinzu. Dadurch vermeiden Sie am Ende, dass die
Farbe eventuell nicht ausreicht.

Tricks uns Tipps, wie man glatte weisse Wände erzielt

Wenn Sie genügend Wandfarbe mit ausreichender Deckkraft gekauft haben und die Wand auf ihre Überstreichbarkeit kontrolliert haben, können Sie als einen nächsten Schritt die Übergänge zu den Fussbodenleisten und zu farbigen Wänden mit Malerkrepp abkleben. Wir empfehlen Ihnen auch die Heizung während des Streichens abzuschalten, denn ansonsten würde die Wandfarbe bei hoher Raumtemperatur vorschnell trocknen und das wiederum erzeugt Flecken an der Wand. Achtung: Wenn man qualitativ gute Wandfarbe mit einem Weiss-Pigmentanteil von etwa 98 % verwendet, kann bereits schon ein Anstrich auf einem nicht dunklen Untergrund zu einem gewünschten Ergebnis führen. Dies gilt aber nicht bei gemusterter Tapete oder beim Überstreichen farbiger Wände.

1. Ecken und Kanten vorstreichen

Malermeister streicht die Ecken der Wand vor

Sie müssen beim Anstrich der Wand als erstes die Ecken und Kanten streichen. Quasi überall dort, wo Sie mit der grossen Walzenrolle nicht hinkommen. Sie sollten beim Voranstrich am sinnvollsten von der Oberkante der Wand hin zur Unterkante streichen und nur so weit, dass die Wandfarbe an der Walzenrolle nicht trocknet und somit Pinselstriche hinterlässt. Wir empfehlen auch, dass Sie ebenso um die Lichtschalter, die Steckdosen und über den Fussbodenleisten mit einem Pinsel vorstreichen. Dasselbe gilt auch für Nischen und für die Laibungen der Fenster.

2. Lichteinfall beim Streichen beachten

Fangen Sie beim Weisseln stets an der Fensterfront an und arbeiten Sie sich langsam zur gegenüberliegenden Wandseite vor. Sie können Ihre Malerrolle mit Wasser anfeuchten, um so einen gleichmässigen Farbauftrag zu erzielen. Ebenso ist es ratsam, die überschüssige Farbe am Abtropfgitter abzustreifen, denn so verhindern Sie ungleichmässige Farbschichten und unschöne Tropfen auf dem Fussboden. Der Lichteinfall beim Anstrich ist wichtig, um die Streichübergänge zu sehen. Idealerweise sollte es hell sein beim Streichen und eine Raumtemperatur von etwa 20°C haben.

3. Gleichmässig und in M-Rollenführung streichen

Gleichmässig streichen heisst, dass Sie die Wandfarbe gut auf der Malerrolle verteilen und in sogenannten M-Bewegungen streichen. Im Anschluss können Sie ohne Druck noch einmal horizontal streichen. Damit es hierbei nicht zu sichtbaren Absätzen kommt, sollten Sie immer noch etwa 5 cm in das bereits gestrichene Feld hinein weisseln. Vor allem in Zimmern, wo viel Tageslicht hineinscheint ist dies Methode entscheidend, da ansonsten die Sonneneinstrahlung sämtliche Fehler sichtbar macht.

4. Mehr Deckkraft mit zweitem Anstrich

Der zweite Anstrich ist optional, und wenn eine hochwertige Deckfarbe aufgetragen meist nicht notwendig. Ein zweites Streichen ist nur dann erforderlich ist, wenn Sie zuvor gefärbte Wände überstreichen oder wenn der erste Anstrich mit merklichen Farbunterschieden oder Schlieren getrocknet ist. Dies gilt auch für Wände mit dickeren Tapetenschichten oder einem dunklen Grundton – obwohl sauber gearbeitet wurde, kann es zu einem ungleichmässige Erscheinungsbild im Farbbild kommen.

5. Beim Streich die Decke nicht vergessen

In der Regel schaut die Farbe der Zimmerdecke noch gut aus. Wenn Sie aber die Wände streichen, sieht man beim ersten Tageslicht den Unterschied. Ohne einen frischen Anstrich wirkt die Zimmerdecke dunkel und passt farblich überhaupt nicht zu Ihren neu gestrichenen Wänden. Wenn der Deckenanstrich eingeplant ist, sollte Sie auch als erstes mit dem Streichen der Decke beginnen.

Bei Weissen Wänden sieht man jeden Fehler

Sämtliche Unebenheiten und Dellen werden auf einer weissen Wand sichtbar. Ebenso abblätternde Farbe, Anstriche gegen den Lichteinfall oder sich ablösende Kanten sieht man bei einem weissen Anstrich. Um dies alles zu vermeiden, sollte in jedem Falle höchste die Qualität an Wandfarbe verwendet werden. Es kann durchaus zu mehrmaligem Überstreichen kommen, wenn Sie eine Farbe mit geringen Weisspigmenten verwenden. Das wiederum kostet Sie mehr Zeit und Nerven. Sie können sich aber auch das Ganze sparen, indem Sie auf unserer Plattform Offerten 365 ein professionelles Malerunternehmen für Ihr Anliegen beauftragen. Sie bekommen auf Offerten 365 innerhalb weniger Minuten mehrere Angebote von verschiedenen Malerfirmen – alles selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

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FAQ:

Kann man mit weisser Farbe einfach so über alte Farbe drüber streichen?
Ja. Bei einer guten, qualitativ hochwertigen Farbe sparen Sie sich eventuell den zweiten Anstrich. Das wiederum erspart Ihnen Farbe sowie Zeit und Sie bekommen ein optimales Endergebnis.

Wie viel mal muss man dunkle Wandfarbe überstreichen?
Häufig ist bei billigen Wandfarben die Deckkraft nicht ausreichend, um die dunkle Farbe der Wand komplett unsichtbar zu machen. Bei einer Farbe mit geringen Farbpigmenten ist es durchaus möglich, dass Sie die dunkle Farbe zwei, drei oder sogar vier mal überstreichen müssen.

Was streicht man zuerst?
In der Regel gilt: Die Zimmerdecke zuerst streichen und im Nachhinein die Wände. Auch sollte man den Lichteinfall beachten, also vom Fenster weg streichen. Die Ecken und Kanten zuerst mit kleiner Rolle oder kleinem Pinsel vorstreichen, dann mit der grossen Malerrolle grossflächig streichen.

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